Die Design to LCC-Analyse oder -Prognose (Lifecycle-Costing) beschäftigt sich je nach dem zeitlichen Horizont sowohl mit den dem Hersteller wie auch dem Eigner / Nutzer entstehenden Kosten, die mit einem bestimmten Objekt oder Prozess verbunden sind. Unter Design to LCC versteht man daher die Summe aller Kosten, die ein System während seines gesamten ‚Lebens' verursacht. Der Begriff Lebenszyklus umfasst dabei alle ‚Lebensphasen' von der Initiierung über die Entwicklung, Produktion und Nutzung bis zur Außerbetriebnahme und Beseitigung. Eine einheitliche Definition für Design to LCC existiert nicht, vielmehr muss projektspezifisch über die Kostensicht (d.h. die zu berücksichtigenden Kostenteilen) entschieden werden, im Maximalfall sind alle Teilkosten aller Lebensphasen betroffen. Je nach Produkt und Zielsetzung können jedoch die Teilkosten einzelner Lebensphasen vernachlässigbar sein. Die Design to LCC-Analytik stellt die umfassendste der hier vorgestellten ökonomischen Analysen dar und kann eine Vielzahl von Fragestellungen beantworten. Das Verfahren kommt sowohl im Rahmen der kostenbewussten Entwicklung von Neuprodukten (LCC-Prognose) als auch bei Optimierungsprojekten (LCC-Analyse) zum Einsatz. In einigen Branchen (z.B. Schienenverkehr, Luftfahrt, Wehrtechnik, Bauwesen usw.) werden LCC-Angaben des Herstellers bereits als zugesicherte Eigenschaften des erstellten Objektes betrachtet und im Rahmen von Verifikationsprojekten überprüft. So ergibt sich für den Eigner / Betreiber die Möglichkeit, den Hersteller des Objektes an Chancen und Risiken des Objektbetriebes zu beteiligen und so ein Kostenbewusstsein des Herstellers zu „erzwingen“.
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